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Studienmaterial für "Sozialästhetische Schulungsstätte, Basel" (seit 2004)
1973 begründet von Herbert Witzenmann als "Seminar für Freie Jugendarbeit, Kunst und Sozialorganik"
Taschenbuch, 170 S.
Der Intellektualismus als Ausdruck der Bewußtseinsform des an die Wahrnehmungen der leiblichen Sinne gebundenen Denkens wird vom Verfasser in seiner bewußtseinsgeschichtlichen Bedeutung charakterisiert und gerechtfertigt. Doch gerade aus dieser Rechtfertigung entsteht auch die Einsicht in die Notwendigkeit seiner Überwindung im Fortschreiten zur Fähigkeit des ideellen Schauens.
Die Einsicht in die Realität der Universalien (lebendiger, ideell erschaubarer Wesenheiten) begründet ein neues Zivilisationsprinzip. Dieses setzt sich nicht die Befriedigung der Bedürfnisse, sondern die Entwicklung geistiger Fähigkeiten zum Ziel. Es begreift den Menschen nicht als Geschöpf einer Eindruckswelt, sondern als Schöpfer einer Ausdruckswelt, in welcher er sich selbst den Sinn seines Daseins verleiht. Die "anschauende Urteilskraft" wird als der Weg zu diesem Sinnverständnis durch eine neue Interpretation der Urteilsbildung gewiesen. Von hier aus wird auch ein Verständnis für die Bildhaftigkeit des übersinnlichen Schauens gewonnen. - Die Durchlichtung der intellektualistischen Vorstellungsblindheit zur Fähigkeit des ideellen Schauens ist die Grundforderung unserer Zeit. Ihre Erfüllung ist geeignet, eine neue Kulturepoche einzuleiten.
Aus dem Inhalt
R.A. Savoldelli
Geschäftsführer SeminarVerlag Basel
1981 begann R.A.Savoldelli auf Anfrage von Herbert Witzenmann, in Dornach den Gideon Spicker Verlages in Dornach aufzubauen. Bis dann hatte der Verlag zwei Schriften im Angebot: Die Erstauflage von Witzenmanns erster Schrift "Die Voraussetzungslosigkeit der Anthroposophie" und "Vererbung und Wiederverkörperung des Geistes". - Beim Tode Witzenmanns sieben Jahre später enthielt das Verlagsprogramm rund dreissig seiner zum grossen Teil in jener Zeit verfassten Schriften.
2004 begann Savoldelli, in Zusammenarbeit mit Jutta Knobel-Weitz, im SeminarVerlag Basel zunächst einige von Witzenmanns literarischen Werken wie seine autobiographischen Briefe ("Lichtmaschen") zu veröffentlichen. Dazu traten Studiengrundlagen aus der Arbeit des 1973 von Witzenmann begründeten «Seminar für Freie Jugendarbeit, Kunst und Sozialorganik» (heute: «Das Seminar - sozialästhetische Schulungsstätte») hinzu. (Dazu traten in der fortlaufenden erweiterten "Blauen Reihe" von anderen Autoren weitere Beiträge zu grundlegenden Erkenntnisfragen wie etwa der Bildung freier Gemeinschaften).
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